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Automobile Esser: Range Rover Evoque

auto motor und sport

Sie haben gewählt - und wir gewonnen:
Bei der Leserwahl "Die besten Autos 2012" der Zeitschrift "auto motor und sport" machen der Range Rover Evoque, Range Rover, Range Rover Sport, Land Rover Defender und Land Rover Discovery die ersten Plätze* unter sich aus. Vielen Dank für Ihre Stimme, für Ihre Begeisterung und für diesen großartigen Erfolg.
Verbrauchs- und Emissionswerte Land Rover Modelle: Kraftstoffverbrauch in 1/100 km: außerorts 10,7 - 4,5; innerorts 22,6 - 5,9; kombiniert 14,9 - 4,9; CO2-Emission in g/km: 348 - 129; CO2-Effizienzklasse G - A. Alle Angaben wurden nach dem Messverfahren RL 80/1268/EWG ermittelt.

• Importwertung Geländewagen:

  • Range Rover Evoque (Platz 1)
  • Range Rover (Platz 2)
  • Range Rover Sport (Platz 3)
  • Land Rover Defender (Platz 4 )
  • Land Rover Discovery (Platz 5)

Präsentation des neuen RANGE ROVER EVOQUE am 16.09.2011 auf Schloß Guttenburg

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Range Rover Evoque Technology Workshop

Der neue, kompakte Range Rover Evoque sieht nicht nur smart aus, er trägt auch reichlich clevere Lösungen unter seiner Verbundkarosserie aus hochfesten Stahlsorten, Aluminium und Kunststoffen. Seine Fahrleistungen dürften in dem stark wachsenden Segment kompakter geländetauglicher Freizeitfahrzeuge zudem eine neue Benchmark setzen. So jedenfalls unser Eindruck nach einem intensiven Workshop im versteckt gelegenen Land Rover Entwicklungszentrum in Gaydon, Mittelengland. Eine Classic Driver Technik-Reportage.

"Revolution!" Land Rover rührt derzeit mächtig die Marketing-Trommel, um alle Aufmerksamkeit auf den neuen Range Rover Evoque zu lenken. Denn ab sofort können Dreitürer und Fünftürer mit demselben Radstand bestellt werden, die ersten Auslieferungen sollen dann im Herbst des Jahres erfolgen. Doch das Interesse an Land Rover und dem neuen Evoque ist auch so ungebremst. Gerade erst konnte die traditionsreiche Geländewagenmarke für das erste Quartal 2011 neue Rekordzahlen hinsichtlich des Gesamtabsatzes in Deutschland melden. Und dies, obwohl bereits das vergangene Jahr als Rekordjahr in die Firmenbücher einging. In England markiert der Monat März 2011 gar den besten Verkaufsmonat in der gesamten 63-jährigen Firmengeschichte, berichtet John Edwards, Land Rover Global Brand Director. Und das alles ausdrücklich noch ohne Zutun des neuen Range Rover Evoque. Die viel beachtete Neuerscheinung wird der Marke nochmals einen kräftigen Schub geben.
Range Rover Evoque Das jedenfalls ist unsere Einschätzung nach einer ausgiebigen Visite im Entwicklungszentrum im mittelenglischen Gaydon, Warwickshire. Hier konnten wir mit Entwicklern und Ingenieuren sprechen, den technischen Neuheiten auf den Grund gehen und auf der hauseigenen Teststrecke Prototypen des Evoque erstmals herausfordern. Bei der ersten Kontaktaufnahme mit dem neuen Evoque fällt auf, dass es "den" Evoque eigentlich gar nicht gibt. Denn die Modell- und Ausstattungsvarianten fallen unerwartet vielfältig aus. Basis bilden drei klar differenzierte Ausstattungslinien, die sowohl für das Coup als auch für den Fünftürer zur Verfügung stehen. Hinzu kommen zwei Antriebs- und drei Motorenalternativen.
"Pure", "Dynamic" und "Prestige" stellen die drei Ausstattungslinien dar. Sie unterscheiden sich durch Anbauteile und Interieurkonzepte. Hinzu kommen beim Evoque reichlich weitere Individualisierungsmöglichkeiten - ähnlich der von Minibekannten Philosophie aus jedem Fahrzeug einen eigenen Charakter zu schaffen. Jedenfalls braucht der Evoque keine "Autobiography"-Linie, um besonders schick und individuell vorzufahren. Sogar die passenden Rennräder gibt es bereits für den Evoque. Das ist für Kunden attraktiv und für den Hersteller vermutlich lukrativ - jedenfalls gewährt die Liste der Sonderausstattungen beste Voraussetzungen für eine intensive Markenbindung.
Technisch stellt der Range Rover Evoque ein eigenständiges Fahrzeug dar. Er ist damit kein kleinerer Freelander, wie gelegentlich vermutet. Tatsächlich teilt ersich mit dem Freelander nur ein einziges Bauteil. Die drei Motoren, zwei Diesel und ein Benziner, sind vollkommene Neukonstruktionen. Der 2,0-Liter- Benzinmotor schöpft aus vier Zylindern mit Turbolader, Hochdruck- Direkteinspritzung und doppelter variabler Ventilsteuerung 240 PS. Die Dieselmotoren sind 2,2-Liter-Turbo-Aggregate. Die TD4-Motoren leisten entweder 150 PS oder 190 PS. In Verbindung mit Stopp-Start-Automatik zeichnen sich die Dieselmotoren auch durch ihre Wirtschaftlichkeit aus. Die Dieselmotoren sind zudem nach neuen Verfahren geräuschoptimiert gekapselt, bei unserem Motortest in Gaydon durchaus hörbar, insbesondere beim Kaltstartverhalten. Weitere Features wie Niederspannungs-Glühkerzen, reibungsarme Kolben, ein System mit Mehrfacheinspritzung und Abgasrückführung erhöhen die Effizienz der Selbstzünder.
Range Rover Evoque
Besonderes Ausstattungsmerkmal ist das neue optional erhältliche MagneRide Fahrwerk der dritten Generation. Erstmals kommt dieses aktive Dämpfersystem in einem Geländewagen zum Einsatz. Über 1.000 Mal pro Sekunde werden hierbei Straßen- und Fahrimpulse überwacht und die Dämpfersysteme optimiert. Das System wirkt bemerkenswert und erinnert an die Tugenden eines Luftfederfahrwerks. Hügel in der Fahrbahn werden nicht mehr übersprungen, sondern scheinbar geschluckt. Nick- und Wankbewegungen gleicht das System aus. Möglich macht dies eine ventillose Technologie: In den Dämpfern arbeiten synthetische, mit Eisenpartikeln angereicherte Öle. Elektromagnetische Spulen erzeugen ein veränderbares Magnetfeld im Kolben und unterschiedliche Dämpferwirkungen. Das geht geräuschlos und blitzschnell. Das ganze System ist zudem wartungsfrei und für den gesamten Lebenszyklus eines Evoque ausgelegt.
Verbessert ist auch die Berganfahrhilfe "Hill hold", die das Fahrzeug für einigeSekunden in der Steigung festhält und das Anfahren erleichtert. Hierbei wird derKraftfluss kontrolliert freigegeben - für ein möglichst schlupffreies Anfahren. Auch eine Anhängerstabilisierung ist erhältlich. Die neueste Generation einer elektrischen Servolenkungstechnologie mit variablem Ansprechverhalten, weichen Anschlägen, aktiver Lenkungsrückstellung und Dämpfungsfunktion kommt im Evoque serienmäßig zum Einsatz. Die Karosserie ist ein komplexes Gebilde aus hochfesten Stahlsorten, leichten Aluminiumteilen und flexiblen Kunststoffen. Die komplette Heckklappe beispielsweise wird komplett aus Kunststoff gefertigt. So starten die Leergewichte des Evoque bereits ab 1.600 Kilogramm. Damit ist auch die Ökobilanz des Evoque ausgewogen, zahlreiche Recyclingmaterialien bessern die Gesamtrechnung noch auf. Gleichzeitig wirken die Innenräume der Evoque-Modelle ausgesprochen hochwertig. Dies liegt an rund 21 Kilogramm natürlichen Materialien, zu denen auch Leder und Hölzer zählen. Insgesamt macht der Evoque einen sehr überzeugenden Eindruck, doch zur Gesamtschau gehört auch die Preiskomponente.
Range Rover Evoque
Das klar gezeichnete "Pure"-Modell, welches am stärksten an das Konzeptfahrzeug LRX erinnert, wird in Deutschland Als Evoque eD4 mit fünf Türen ab 33.100 Euro erhältlich sein. Als kraftvollere "Dynamic"-Ausführung kostet der gleiche Basiswagen 41.300 Euro. Die edle "Prestige"-Variante kostet ab 42.100 Euro. Wer das Coup statt des Fünftürers wählt, zahlt einen Aufschlag von 1.000 Euro. Die Varianten mit dem 190 PS starken Dieselmotor kosten ab 37.700 Euro, die 240 PS starken Benziner notieren mit 39.900 Euro in der Preisliste. Allradmodelle gibt es ab 34.900 Euro. Wir haben es überschlagen: wer sich für einen top-motorisierten und umfangreich ausgestatteten Evoque erwärmt und zusätzlich neben weiteren Gimmicks Panorama-Glasdach, MagneRide Fahrwerk, 20-Zoll-Felgen, Meridian-High-End-Soundsystem mit 17 Lautsprechern und in unserem Testlauf einwandfrei funktionierenden Parkassistent bestellt, durchbricht problemlos die 50.000 Euro Marke. Das ist viel Geld für ein kompaktes Auto, aber immer noch relativ wenig im Vergleich zum großen Range Rover, zumal ein so aufgeladener Evoque in punkto Technik und Komfort dem großen Bruder ebenbürtig scheint.
Range Rover Evoque
Wer sich selbst vom neuen Range Rover Evoque ein Bild machen will, kann dies in wenigen Wochen auch in Deutschland tun. In einer Sommer Style Tour geht der Evoque in über 30 Städten auf Tournee. Zunächst statisch, ab dem Spätsommer dann auch dynamisch. Die Tour startet am 24. Mai in Hamburg. Es folgen Städte wie Frankfurt, Düsseldorf, München, Stuttgart und Berlin. Die offizielle Markteinführung erfährt der Range Rover Evoque dann mit der IAA im Herbst des Jahres.

Text: Mathias Paulokat

Fahrbericht vom Range Rover Evoque im Classic Driver Magazin

DriversClassic

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WEITER GEHT'S

In drei Jahren wird der Defender abgelöst. Die Studie DC100 zeigt den Erben

Leicht wird das nicht. Aber nach über 65 Jahren Bauzeit ist ab 2014 endgültig Schluss für die Offroad-Ikone Defender. Zum Trost gewährt Land Rover jedoch auf der IAA in Frankfurt schon mal einen ersten Ausblick auf den designierten Nachfolger in Gestalt der Studie namens DC100.
So sachlich kühl wie der Name wirkt auch das reduzierte Design des voll auf Nutzwert konzentrierten Konzeptautos: Die klasischen Proportionen bleiben er- halten, werden aber vollkommen neu interpretiert. Statt der althergebrachten Rahmenkonstruktion setzt der DC100 — die Zahl beschreibt wie bisher den Radstand in Zoll — auf eine leichte Mischlegierungs-Plattform. Die Lackierung reflektiert Wärmeeinstrahlung und wirkt selbstreinigend sowie selbstreparierend.
"Form follows function" lautet das Credo des modular aufgebauten Autos, an dem sich Dach und Heck in vielen Varianten dar- stellen lassen. Extrem kurze Überhänge und riesige 22-Zoll-Räder mit ausfahrbaren Spikes prägen die Optik. Im harten OffroadEinsatz sind per Luftfederung bis zu 320 Millimeter Bodenfreiheit möglich, während sich zugleich elektronische Regelsysteme und Torque Vectoring um ein bislang umgekanntes Maß an Dynamik und Fahrstabilität kümmern.
Permanenter Allrad ist natürlich Pflicht. Allerdings kann der Hinterachsantrieb auch abge- schaltet werden (Driveline Disconnect), wenn die Traktion nicht gebraucht wird.
Gimmicks für Geländefahrten sind neben der integrierten Seilwinde ein Sonarsystem, das bei bis zu 750 mm tiefen Wasserpassagen assistiert, sowie ein weiterentwickeltes Terrain-Response, das selbstständig die Geländegegebenheiten erkennt und die passende Programmierung wählt. Darüber hinaus erzeugt der so genannte Terrain-i-Scanner ein 3D-Bild der vorausliegenden Strecke und prüft, ob Hindernisse gefahrlos überwunden werden können. Andernfalls schlägt das System alternative Routen vor. Ergänzt wird es durch eine 360-Grad-Kamera-Darstellung der Umgebung. Ferner detektiert der Scanner Fußgänger sowie plötzlich auftauchende Hindernisse bei Straßenfahrt und warnt den Fahrer — oder stoppt selbsttätig ab.
Den Antrieb übernimmt ein Dieselmotor mit zwei Liter Hubraum, der bereits mit Details wie einem Doppelmagnet-Anlassersystem für ergänzende Parallel- oder Plugin-Hybrid-Technik vorbereitet ist. Gegenüber einem konventionellen Start-Stopp-System kann der Motor sogar in der Auslaufphase neu gestartet werden.
Als Getriebe kommt eine achtstufige, elektronisch gesteuerte Automatik von ZF samt Verteilergetriebe (Gelände-Reduktion) zum Einsatz, die sich auch über Schaltwippen am Lenkrad bedienen lässt. Angesichts dieser Fülle von Neuerungen muss also niemand befürchten, dass der legendäre Allesüberwinder den Nimbus des Unaufhaltsamen verliert. Außerdem verleihen ihm Kleinigkeiten wie die durchgehende Dreiersitzbank und der modulare Aufbau des gesamten Interieurs einen ähnlich pragmatisch motivierten Charme wie dem kultigen Urgestein. Es sieht ganz so aus, als ob der DC100 den Anfang einer neuen Landy- Ära markiert.

Martin Urbanke